MBA-Teams zwischen Freude und Frust

Gekommen, um zu bleiben: Die U19 der MBA spielt auch in der nächsten Saison in der NBBL. Foto: MBA

Bei der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) konkurrierten am Sonntag gegensätzliche Gefühlswelten um die Deutungshoheit. Während die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) mit einem 102:94 (86:86, 41:45)-Erfolg nach Verlängerung bei den Rhein-Neckar Metropolitans die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) beseitigte, steckt die weibliche U18 der MBA nach einer 61:66 (28:36)-Niederlage bei den Metropolitain Girls Recklinghausen/Herne in der Abstiegsrunde der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) plötzlich wieder mittendrin im Schlamassel.

Nach der zweiten Niederlage in Folge rutschte das Team von Trainer Stijn van Duijn auf Rang drei ab, der am Ende den sportlichen Abstieg bedeuten würde. Die gute Ausgangsposition mit zwei mitgenommenen Siegen aus der Vorrunde hat sich die MBA jedenfalls leichtfertig zunichte gemacht. Wie schon beim 74:84 zum Start der Abstiegsrunde gegen Neuss fand sie auch in Recklinghausen nie in ihren Rhythmus und lief ab Ende des ersten Viertels beständig einem Rückstand hinterher. Kämpferisch konnte man den Gästen nicht viel vorwerfen, doch mit einer schwachen Wurfquote standen sie sich oft selbst im Weg.

Mitte des letzten Viertels schien doch noch ein Happy End möglich, als die MBA die Führung eroberte, doch in der Schlussphase hatten die Gastgeberinnen mehr zuzusetzen und zogen das Spiel auf ihre Seite. Jenna Rosanke war mit 22 Punkten die beste Werferin der MBA, zweistellig scorten zudem Magdalena Zimmermann (13) und Alicia Rosanke (11). Am 15. März kommt es zum Rückspiel gegen Recklinghausen. Nimmt die MBA Revanche und sichert sich auch den direkten Vergleich, sieht es im Kampf um den Klassenerhalt wieder gut aus.

NBBL-Team behält erneut kühlen Kopf

Die männliche U19 der MBA hat sich in der Abstiegsrunde zu einem wahren Krimiexperten entwickelt. Gegen Heidelberg gewann das Team von Trainer Darren Stackhouse durch einen Buzzer Beater, gegen den DJK Sportbund München und nun auch bei den Rhein-Neckar Metropolitans nach Verlängerung. Die MBA, die in Topscorer Mika Siegert, Noah Spindler, Matteo Kossira und Nathan Westphal etliche Leistungsträger ersetzen musste, geriet Mitte des zweiten Viertels deutlich mit 28:43 in Rückstand, kämpfte sich allerdings eindrucksvoll zurück und erzwang sechs Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch Abdul Wafa die Verlängerung.

Dort machte sich die Erfahrung mit engen Partien positiv bemerkbar. Die Gäste trafen die besseren Entscheidungen und machten damit nicht nur den fünften Sieg nacheinander klar, sondern auch den Klassenerhalt. Abdul Wafa avancierte mit 34 Punkten zum besten Werfer der MBA, zudem punkteten Mohamed Ibrahim (26), Nils Laubner (16) und Ioannis-Konstantinos Zapties-Lange (12) zweistellig. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die hier eine starke Mentalität und Comeback-Qualitäten gezeigt haben. Uns haben einige wichtige Spieler gefehlt, dafür sind andere erfolgreich in die Bresche gesprungen. Wir wollten die lange Heimreise unbedingt mit einem Sieg im Gepäck antreten“, sagt Stackhouse.

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