Für die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) klingt eine turbulente, aber am Ende erfolgreiche Saison in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) mit einem Auswärtsspiel aus. Das Team von Trainer Darren Stackhouse gastiert am Sonntag (13 Uhr) beim Absteiger DJK Sportbund München.
Dass es eine entspannte und sorglose Fahrt in die bayerische Landeshauptstadt wird, hat sich die MBA in den vergangenen Wochen hart erarbeitet. Nach einer verkorksten Vorrunde, in der enormes Verletzungspech, Abstimmungsprobleme und Formschwankungen einen unheilvollen Cocktail ergaben, zogen sich die Stackhouse-Schützlinge in der Abstiegsrunde selbst aus dem Schlamassel und offenbarten dabei eindrucksvoll, wie viel Potenzial in ihnen steckt. Mit fünf Siegen nacheinander zerstreuten sie frühzeitig alle Zweifel am Klassenerhalt, obwohl auch in diesen Spielen immer wieder wichtige Akteure ausgefallen waren. So ergab sich Stackhouse in den vergangenen Wochen die komfortable Situation, den Blick bereits auf die nächste Saison richten zu können, wenn der Jahrgang 2007 altersbedingt nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei kann der MBA-Coach auf ein starkes Fundament mit seinen beiden Topscorern Mika Siegert und Abdul Wafa (jeweils Jahrgang 2008) setzen. Auch in den Jahrgängen 2009 und dem Rookie-Jahrgang 2010 tummeln sich für die kommende Saison vielversprechende Optionen.
Beim Auswärtsspiel in München enden hingegen die NBBL-Karrieren von Noah Spindler, Matteo Kossira, Moritz Campioni und Anthony Nwedo. Insbesondere Spindler und der in den vergangenen Wochen verletzt pausierende, mittlerweile aber wieder einsatzfähige Kossira spielten als Leistungsträger in dieser Saison eine wichtige Rolle. Stackhouse bringt das am Sonntag in einen kleinen Zwiespalt: „Ich bin noch etwas hin- und hergerissen, wie ich die Minuten aufteilen werde. Ich möchte den jüngeren Spielern viel Einsatzzeit geben, aber auch dem Jahrgang 2007 einen gebührenden Abschied ermöglichen.“ Da es um nichts mehr geht, erwartet der MBA-Coach ein offensiv geführtes Spiel. „Ich möchte, dass wir den Ball teilen und Spaß haben. Wir wollen mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen“, gibt er seinem Team mit auf den Weg.
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