NBBL-Team fordert Spitzenreiter heraus

Abdul Wafa (am Ball) und die U19 der MBA gehen in Erfurt als Außenseiter ins Spiel. Foto: Hartmut Bösener

Die U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) steht in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) vor der nächsten schweren Prüfung. Das noch sieglose Team von Trainer Darren Stackhouse ist am Sonntag (13 Uhr) bei den Basketball Löwen Erfurt gefordert. In der Außenseiterrolle könnte aber ein Vorteil liegen.

Den Saisonstart hatte sich die MBA ganz anders vorgestellt. Drei Niederlagen zerstäubten die Euphorie, die das Team seit der erfolgreichen NBBL-Qualifikation im Sommer begleitet hatte, zu Staub. Gerade die Spieler, die zuvor in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) ans Siegen gewöhnt waren, fanden sich in einer völlig neuen Situation wieder. Von daher kam es Stackhouse gelegen, dass seine Mannschaft am vergangenen Wochenende spielfrei war. „Wir hatten zwei gute Trainingswochen, in denen wir viel an unserer Defensive, aber auch im mentalen Bereich gearbeitet haben“, sagt der MBA-Coach. „Es war sehr wichtig für uns, als Team weiter zusammenzuwachsen. In der Vorbereitung gestaltete sich das schwierig für uns, weil wir auch aufgrund von Verletzungen nie komplett waren.“

Während die MBA zusammen mit den Dresden Titans derzeit das Tabellenende ziert, eroberten die Erfurter am vergangenen Wochenende durch einen 110:66-Kantersieg gegen Bayreuth die Tabellenführung. „Sie spielen schnell, physisch und voller Selbstbewusstsein. Zudem profitieren sie von einem starken 2007er-Jahrgang“, weiß Stackhouse. Die Thüringer verfügen über viel Tiefe auf den Guardpositionen, gegen Bayreuth ragte allerdings der 2,03 Meter große Leonar Fliege mit 26 Punkten und einer exzellenten Trefferquote heraus. Dass sein Team erstmals in dieser Saison als klarer Außenseiter in ein Spiel geht, sieht Stackhouse als möglichen Vorteil: „Wir können freier aufspielen, weil Erfurt der klare Favorit ist.“ Sorgen bereitet ihm allerdings immer noch die Personalsituation. Auch am Sonntag wird Stackhouse auf Leistungsträger verzichten müssen.

WNBL-Team visiert zweiten Sieg nacheinander an

Mit Rückenwind geht die weibliche U18 der MBA in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) in ihr Heimspiel gegen BASS Berlin (Sonntag, 15 Uhr, Sporthalle am Steg, Halle). Nach dem ersten Saisonsieg, einem ungefährdeten 57:36 in Braunschweig, könnte das Team von Trainer Stijn van Duijn mit einem weiteren Erfolg auf einen Playoff-Platz klettern. „Wenn uns das gelingt. können wir mit einem sehr guten Gefühl in die Ligapause gehen“, sagt der Niederländer. Erst am 30. November geht es dann für die MBA mit einem Heimspiel gegen den SC Rist Wedel weiter. Mit BASS Berlin empfängt das Team um Kapitänin Elisabeth Böhlert am Sonntag einen schwer einzuschätzenden Gegner. Zum Auftakt überzeugten die Hauptstädterinnen mit einem 68:39 in Braunschweig, gingen dann allerdings in Wedel mit 51:78 unter. Die MBA glaubt an ihre Chance, muss dafür aber besser auf den Ball aufpassen als zuletzt. Als Qualitätsmerkmal hat sich in dieser Saison bislang die Ausgeglichenheit des Teams herauskristallisiert.

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