Auf die noch sieglose U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) wartet in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) der nächste Hochkaräter. Am Sonntag (16 Uhr) ist das Team von Trainer Darren Stackhouse beim Tabellenzweiten Science City Jena zu Gast, der zuletzt von Sieg zu Sieg eilte.
Die Euphoriewelle, auf der die Thüringer derzeit reiten, hat sich hoch aufgetürmt. Fünfmal nacheinander gewann die Mannschaft des litauischen Trainers Marius Linartas, und das mit einer durchschnittlichen Korbdifferenz von knapp 19 Punkten. Zuletzt fegte Jena den Verfolger aus Erfurt mit 98:73 aus der Halle. Die Favoritenrolle ist also klar verteilt. Das hält die MBA aber nicht davon ab, den Wellenbrecher spielen zu wollen. Dass sie einem Spitzenteam gefährlich werden können, bewiesen die Stackhouse-Schützlinge unlängst beim damaligen Tabellenführer Erfurt, als sie nach dem dritten Viertel noch mit elf Punkten vorne lagen.
Auch bei der jüngsten 69:86-Niederlage in Chemnitz agierte die MBA eine Halbzeit lang auf Augenhöhe, obwohl Abdul Wafa und Mika Siegert gefehlt hatten. Auch in Jena ist an eine Rückkehr der beiden Top-Spieler noch nicht zu denken. Neben den anhaltenden Verletzungssorgen liegt die größte Herausforderung der MBA darin, Jenas Topscorer Daniel Biel zu stoppen. Der 1,95 Meter große U18-Nationalspieler besticht mit seiner Athletik und Vielseitigkeit – er kann dribbeln, werfen und rebounden. Auch der physisch enorm starke Johann Grau und der dynamische Ex-Berliner Maxim Bader, der der MBA bereits in der JBBL Kopfzerbrechen bereitet hatte, bringen eine hohe individuelle Qualität mit. Es wäre aber falsch, sich nur auf dieses Trio zu konzentrieren. „Jena ist sehr tief besetzt, das zeigt sich auch an der ausgeglichenen Minutenverteilung“, sagt Stackhouse.
Für die MBA kommt es darauf an, diese Herausforderung beherzt anzunehmen und mehr Konstanz aufs Feld zu bringen. Kontrolle und Kollaps liegen bei den Stackhouse-Schützlingen bislang eng beisammen. „Wir haben im Training gezielt an unseren Schwächen gearbeitet und wollen in Jena einen weiteren Schritt nach vorne machen. Zu verlieren haben wir in diesem Spiel nichts“, betont der MBA-Coach.
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