Siegen oder fliegen: Für die männliche U16 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) steht am Wochenende im Playoff-Sechzehntelfinale der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) verdammt viel auf dem Spiel. Das Team von Trainer Alvaro Zuniga benötigt zwei Siege gegen die Metropol Young Stars, um doch noch das Achtelfinale zu erreichen.
Mit einer 77:105-Niederlage in Recklinghausen hatte sich die MBA in der Best-of-three-Serie in die Bredouille gebracht. Nun visiert sie am Freitagabend (19.30 Uhr, Quartiersschule Ihmelsstraße, Leipzig) den Serienausgleich an, um einen finalen Showdown am Sonntag (15 Uhr) im Ruhrgebiet zu erzwingen. Vor zwei Jahren hatte die U16 schon einmal die Runde der besten 16 Teams in Deutschland erreicht – es war der größte Erfolg in der Geschichte der MBA.
Um es ihren Vorgängern nachzutun, müssen sich die Zuniga-Schützlinge im Vergleich zum ersten Spiel aber natürlich erheblich steigern. Dass sie 13 Dreier kassierten, war dabei nicht einmal das Hauptproblem. Immer wieder erkämpften sich die Young Stars zweite Wurfchancen, am Ende eines temporeichen Spiels waren für die Gastgeber 94 Wurfversuche aus dem Feld notiert worden. So frustrierend der Playoff-Auftakt für die MBA auch war, sie wusste genau, woran sie ansetzen muss, um in die Serie zurückzufinden. „Wir alle haben gesehen, wo die Probleme lagen“, sagt Zuniga. „Ich bin voller Hoffnung, dass wir den Ausgleich schaffen, wenn wir unsere Fehler abstellen.“ Am Selbstbewusstsein seiner Mannschaft hätte das erste Spiel jedenfalls nicht gerüttelt. Die MBA glaubt an sich – und würde nach einem Heimerfolg mit viel Rückenwind die neuerliche Reise ins Ruhrgebiet antreten. Diese Saison darf gerne noch ein wenig länger dauern.
WNBL-Team peilt ersten Sieg in der Abstiegsrunde an
Für die weibliche U18 der MBA hat sich die Dramatik im Kampf um den Klassenerhalt in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) durch die jüngsten beiden Niederlagen in der Abstiegsrunde deutlich zugespitzt. Nun hofft das Team von Trainer Stijn van Duijn am Sonntag (11 Uhr, Dreifelderhalle der Sportschulen Halle) im Heimspiel gegen die Metropolitain Girls Recklinghausen/Herne auf einen Befreiungsschlag. Gelingt der MBA ein Sieg mit mindestens sechs Punkten Differenz, würde sie nach der 61:66-Hinspielniederlage auch den direkten Vergleich für sich entscheiden, was in der Endabrechnung noch wichtig werden könnte. „Es würde uns sehr helfen, dieses Spiel zu gewinnen“, betont van Duijn.
„Wir sind definitiv in der Lage dazu.“ Taktisch seien gar keine Veränderungen notwendig, stattdessen gehe es darum, wieder zu dem spielerischen Selbstverständnis zurückzufinden, das sein Team in der Vorrunde ausgezeichnet habe, als der Einzug in die Playoffs nur haarscharf verpasst wurde. Am Sonntag wird van Duijn erneut auf Laura Pihan und Sina Schmidt verzichten müssen.
Eine Entscheidung wird an diesem Wochenende in der Abstiegsrunde aber definitiv noch nicht fallen. Selbst bei einem Sieg wäre die MBA noch nicht sicher und stünde zwei Wochen später beim Saisonfinale in Neuss voraussichtlich erneut unter Druck. Andererseits wäre auch eine weitere Niederlage immer noch auszubügeln. Dann wäre die MBA in Neuss aber definitiv zum Siegen verdammt, womöglich auch mit mindestens elf Punkten Differenz, um sich den direkten Vergleich zu sichern.
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