Abstiegskrimi oder halbwegs entspannter Ausklang? Erst im Laufe des Samstagnachmittags wird die weibliche U18 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) erfahren, welche Bedeutung ihr letztes Saisonspiel in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) haben wird. Das Team von Trainer Stijn van Duijn gastiert am Sonntag (13.30 Uhr) zum Abschluss der Abstiegsrunde bei den TG Neuss Junior Tigers.
Am Samstagmittag tritt die MBA eine Reise ins Ungewisse an, wenn sie sich zu ihrem Übernachtungsquartier nach Dortmund aufmacht. Klarheit wird erst der Nachmittag bringen, wenn beim Duell der Metropolitain Girls Recklinghausen/Herne gegen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel die Schlusssirene ertönt ist. Gewinnt Recklinghausen, ist der MBA einer der ersten beiden Plätze in der Abstiegsrunde und damit der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Lediglich bei einer sehr hohen Niederlage in Neuss würde dann noch Gefahr drohen. Ein Erfolg der Braunschweigerinnen hingegen würde für die MBA einen Tag später definitiv einen Showdown um den Klassenerhalt nach sich ziehen. Nur mit einem Sieg in Neuss könnte der sportliche Abstieg in diesem Fall verhindert werden.
Es ist eine nervenzehrende Ausgangslage für die MBA, die nur haarscharf die Playoffs verpasst hatte, sich dann aber mit zwei Niederlagen zum Start in die Abstiegsrunde in den Schlamassel beförderte. Zuletzt gelang mit einem überzeugenden 69:56-Heimsieg gegen Recklinghausen die Trendwende. Dieses Selbstbewusstsein gilt es nun mitzunehmen nach Neuss, um nach einer lange Zeit erfolgreichen Saison nicht noch ein böses Erwachen zu erleben. Im Hinspiel kassierte die MBA eine vermeidbare 74:84-Niederlage. „Das war eine richtig schlechte Leistung von uns“, erinnert sich van Duijn. „Wenn wir unsere Normalform erreichen, sehe ich diesmal gute Chancen für uns. Wir werden bereit sein.“
Die Neusserinnen, die seit jenem Sieg in Halle kein Spiel mehr gewannen, sind unabhängig vom Ausgang des Samstag-Spiels auf einen Heimsieg angewiesen, um den Abstieg noch abwenden zu können. „Sie werden sehr gut vorbereitet sein und alles versuchen, um gegen uns zu gewinnen“, warnt van Duijn sein Team, das bis auf Centerin Laura Pihan voraussichtlich in Bestbesetzung antreten kann.
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