Die MBA lädt zum Basketball-Feiertag

Das WNBL-Team der MBA will dem Titelfavoriten Alba Berlin Paroli bieten. Foto: Hartmut Bösener

Wer einen Blick in die Zukunft des mitteldeutschen Basketballs werfen möchte, ist am Sonntag in der SWH.arena in Halle bestens aufgehoben. Alle drei Teams der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) aus den Nachwuchs-Bundesligen präsentieren sich in Heimspielen gegen hochkarätige Gegner.

Dieser Tripleheader zeigt auch, welchen Status sich die MBA im Nachwuchs-Leistungsbasketball in Deutschland erworben hat. Schließlich ist sie eines von nur drei Programmen, das sowohl in der U16-Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL), der U19-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) und der Weiblichen U18-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) vertreten ist. Die SWH.arena, der Heimcourt des Frauen-Bundesligisten SYNTAINICS MBC, war schon mehrfach Austragungsort von Basketball-Großereignissen, etwa von Turnieren der Central European Youth Basketball League (CEYBL).

Den Auftakt des Tripleheaders macht an diesem besonderen Sonntag um 11.15 Uhr das WNBL-Team, das mit Alba Berlin einen der heißesten Titelanwärter empfängt. Während die Schützlinge von Trainer Stijn van Duijn in ihren ersten beiden Saisonspielen vermeidbare Niederlagen kassierten, hat Alba seinen Favoritenstatus zum Auftakt mit einem 87:36-Kantersieg gegen den SC Rist Wedel sofort bestätigt. „Alba spielt auf einem anderen Level. Das ist keines der Spiele, das man gewinnen muss“, sagt van Duijn. Der Niederländer erwartet aber, dass es sein junges Team den Berlinerinnen so schwer wie möglich macht: „Wichtig ist, dass Fortschritte zu erkennen sind.“ Spielerisch ließen sich die ersten beiden Partien schon gut an, allerdings vermisste van Duijn bei seinem Team phasenweise die Galligkeit. „Wir sind zu nett“, bringt es der MBA-Coach auf den Punkt.

Ebenfalls noch sieglos ist in dieser Saison das NBBL-Team, das in den ersten beiden Spielen bei den CYBEX Talents Bayreuth (91:100) und die Niners Chemnitz Academy (54:81) Lehrgeld bezahlen musste. Beim Rückspiel gegen Bayreuth (13.45 Uhr) soll nun endlich der Knoten platzen. „Die Bayreuther sind unter dem Korb nicht so groß wie die Chemnitzer, das sollte uns besser liegen“, sagt MBA-Trainer Darren Stackhouse. Im Hinspiel erzwang sein Team fast über die komplette Spielzeit eine völlig ausgeglichene Partie, ehe in der Schlussphase die Kräfte ausgingen. Für Matteo Kossira wird es das erste Duell mit den Bayreuthern sein, während seine Mannschaftskollegen auf Revanche sinnen.

Einen großen Schritt Richtung Hauptrunden-Qualifikation kann das JBBL-Team von Coach Alvaro Zuniga gehen, das um 16.30 Uhr auf Science City Jena trifft. Dabei kommt es zum Duell zweier ungeschlagener Mannschaften. Während die MBA auf den 118:64-Kantersieg gegen das Team Wolfenbüttel/Bothfeld einen 92:90-Zittersieg in Göttingen folgen ließ, dominierte Jena sein erstes Heimspiel gegen Braunschweig mit 86:60. Dabei ragte Bo Wagenknecht mit 30 Punkten heraus. Die MBA um Topscorer Jakob Spalke geht mit dem gebotenen Respekt, aber auch mit großem Selbstbewusstsein in dieses Spiel.

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