Drei MBA-Teams, 120 Minuten Basketball und verdammt viel Spannung: Der Tripleheader in der SWH.arena in Halle stellte große Talente der Region gemeinsam ins Scheinwerferlicht. Mit dem besten Gefühl ging die U16 der Mitteldeutschen Basketball Academy aus diesem besonderen Tag. Das Team von Trainer Alvaro Zuniga bezwang Science City Jena mit 93:74 (51:34) und feierte damit im dritten Spiel der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) den dritten Sieg.
Zwar nicht mit dem Ergebnis, wohl aber mit der Leistung konnte die weibliche U18 der MBA in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) zufrieden sein. Sie bot dem haushohen Favoriten Alba Berlin über drei Viertel die Stirn, ehe die Kräfte schwanden. Am Ende stand eine 67:80 (40:38)-Niederlage zu Buche. „Wir konnten am Ende die Physis von Alba nicht mehr matchen. 40 Ballverluste haben uns gekillt“, analysierte Trainer Stijn van Duijn. In der ersten Halbzeit sah er vor allem offensiv eine erstaunlich reife Leistung seiner Mannschaft, die sich von Alba in keiner Phase beeindrucken ließ und immer wieder gute Lösungen fand. „Wir haben 30 Minuten lang mit viel Energie gespielt und waren voll auf Augenhöhe“, befand der MBA-Coach. Noch zum Ende des dritten Viertels (60:61) durften die Gastgeberinnen an die Sensation glauben. Mit 18 Punkten avancierte Lisa Hoppe zur besten Werferin. Auch Alicia Rosanke (15), Magdalena Zimmermann und Ronja Meixner (je 10) punkteten zweistellig. Trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel tankte die MBA jede Menge Selbstbewusstsein für das Kellerduell am kommenden Sonntag bei den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel.
Dagegen regierte bei der männlichen U19 der MBA nach der dritten Niederlage in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) der Frust. Zwar steigerten sich die Schützlinge von Trainer Darren Stackhouse im Vergleich zur Vorwoche (54:81 gegen Chemnitz) deutlich, kassierten gegen die CYBEX Talents Bayreuth aber eine vermeidbare 91:97 (52:38)-Niederlage. Nach einer offensiv wie defensiv starken ersten Halbzeit brach die MBA nach der Pause dramatisch ein und konnte kaum noch defensive Stopps generieren. Bereits Mitte des dritten Viertels war die schöne Pausenführung aufgebraucht. In der Schlussphase merkte man den Gästen an, dass sie aktuell mit dem größeren Selbstvertrauen ausgestattet sind. Bei der MBA überragte Abdul Wafa mit 29 Punkten. Matteo Kossira und Nathan Westphal erzielten jeweils 19 Punkte, Mika Siegert steuerte zwölf Zähler bei. Insgesamt traf die MBA nur einen ihrer 16 Dreierversuche. „Wir müssen uns defensiv erheblich steigern, wenn wir in der NBBL bestehen wollen“, sagt Stackhouse, der bei seinem Team auch ein Kopfproblem ausgemacht hat. „Unser Selbstvertrauen ist angeknackst. Wir müssen uns aus dieser Situation rauskämpfen.“
So blieb es der männlichen U16 vorbehalten, die Ehre der MBA hochzuhalten. Im letzten Spiel des Tages setzte sie sich im Duell zweier ungeschlagener Teams ungefährdet mit 93:74 (51:34) gegen Science City Jena durch und führt nach dem dritten JBBL-Spieltag gemeinsam mit Team Halle die Tabelle der Vorrundengruppe vier an. Bereits im ersten Viertel (23:13) erspielte sich die MBA einen komfortablen Vorsprung, den sie bis zur Pause weiter ausbaute. In der zweiten Halbzeit geriet der klare Erfolg nicht mehr in Gefahr. Jakob Spalke und Fabian Hase zeichneten sich mit jeweils 24 Punkten als Topscorer aus, gefolgt von Matin Wafa (13), Niclas Schwipper und Emil Gottschlich (jeweils 10).
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