Die weibliche U18 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) hat ihre Playoff-Chancen in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) gewahrt und zugleich einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Das Team von Trainer Stijn van Duijn setzte sich in Halle gegen Schlusslicht Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel souverän mit 65:46 (33:28) durch.
Die männliche U19 der MBA musste hingegen zum Auftakt der Abstiegsrunde in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) eine Niederlage hinnehmen. Beim Tabellenführer TS Jahn München verlor das Team von Trainer Darren Stackhouse trotz einer couragierten Vorstellung mit 86:98 (36:46). In der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) kassierte die männliche U16 der MBA indes die vierte Niederlage in Folge. Nach einer ansprechenden ersten Hälfte unterlag das Team von Trainer Alvaro Zuniga den Sartorius Youngsters Göttingen in Leipzig noch deutlich mit 63:85 (36:43).
Lautstarke Unterstützung für das WNBL-Team
Das Kellerduell in der WNBL bildete den Auftakt eines Doubleheaders in der SWH.arena, denn nach dem MBA-Spiel empfing der SYNTAINICS MBC den Herner TC in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL). Die MBA wurde vom Fanclub der Lions lautstark unterstützt, hatte zu Beginn aber mit großer Nervosität zu kämpfen und lief zwischenzeitlich einem Sieben-Punkte-Rückstand hinterher. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fand das Team von Coach van Duijn in seinen Rhythmus und erspielte sich eine Führung zur Pause. Nach dem Wechsel bäumten sich die Gäste noch einmal auf, doch die MBA gewann schnell die Kontrolle zurück und setzte sich kontinuierlich ab. „Ich bin stolz auf die Entwicklung meiner Spielerinnen und wie sie in dieser wichtigen Partie aufgetreten sind. Wir hatten anfangs Probleme, haben das Spiel dann aber gut kontrolliert“, sagt van Duijn.
Eine großartige Leistung zeigte vor allem Centerin Ronja Meixner, die mit 13 Punkten und 19 Rebounds unter den Körben dominierte. Elisabeth Böhlert überzeugte bei ihrem Comeback nach längerer Verletzungspause mit zehn Punkten. Auch Magdalena Zimmermann wird diesen Sonntag nicht so schnell vergessen. Die gerade erst 17 Jahre alt gewordene Aufbauspielerin steuerte zunächst sieben Punkte zum Heimsieg des WNBL-Teams bei, ehe sie beim 71:65-Erfolg der Lions ihr DBBL-Debüt feierte.
Ein Wermutstropfen für die MBA war die Verletzung von Sina Schmidt, die sich bereits in der Anfangsphase der WNBL-Partie eine Knieverletzung zuzog. Durch den dritten Saisonsieg hielten die Gastgeberinnen die Hoffnung auf die Playoffs am Leben. Allerdings sind sie am letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen, denn neben einem eigenen Sieg bei BASS Berlin benötigen sie einen Erfolg des SC Rist Wedel bei TuS Lichterfelde. Doch selbst wenn der Traum von den Playoffs platzen sollte, war der Erfolg gegen Braunschweig-Wolfenbüttel viel wert. Die MBA würde nämlich mit einer Bilanz von 2:0 Siegen in die Abstiegsrunde starten und hätte damit beste Aussichten auf den Klassenerhalt.
NBBL-Team schöpft trotz Niederlage Mut
Die Hoffnung, endlich einmal in Bestbesetzung antreten zu können, blieb für die männliche U19 zum Auftakt der NBBL-Abstiegsrunde unerfüllt. Mit Roman Zadyrko, Levi Frölich und Moritz Campioni fehlten sämtliche Center des Teams, zudem musste mit Mohamed Ibrahim ein Leistungsträger passen. Unter diesen Umständen zeigte die MBA beim Tabellenführer TS Jahn München eine ansprechende Leistung. Ausschlaggebend für die Niederlage waren die Nachteile unter dem Korb. So ging das Reboundduell deutlich mit 60:32 an die Gastgeber. Ihre stärkste Phase hatten die Stackhouse-Schützlinge Mitte des dritten Viertels, als sie auf 52:58 herankamen. Letztlich setzten sich die Münchner aber verdientermaßen durch.
Mika Siegert glänzte für die MBA mit 29 Punkten, zweistellig scorten zudem Abdul Wafa (20) und Noah Spindler (15). „Man hat gesehen, warum die TS Jahn gegen die anderen Teams aus der Abstiegsrunde noch kein Spiel verloren hat. Das ist eine große, athletische Mannschaft, die schnellen Basketball spielt. Wir haben aber gut dagegengehalten. Wenn wir es schaffen, halbwegs gesund zu bleiben, dann bin ich optimistisch, dass uns der Klassenerhalt gelingen wird“, sagt Stackhouse.
Auch ohne ihren Topscorer Jakob Spalke erzwang die MBA in der JBBL-Hauptrunde zunächst ein Duell auf Augenhöhe mit den formstarken Göttingern. Die Nachteile unter dem Korb glich das Team von Trainer Alvaro Zuniga mit großer Einsatzbereitschaft aus. Im dritten Viertel riss dann aber der Faden in der Offensive, was die Niedersachsen eiskalt bestraften. Mit 27:8 entschieden sie diesen Abschnitt für sich und sorgten so für die Vorentscheidung. Die Gastgeber ließen sich aber nicht hängen und gewannen immerhin das letzte Viertel mit 19:15. Niclas Schwipper (15 Punkte) und Fabian Hase (14) waren die besten Werfer der MBA.
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