NBBL-Team feiert überzeugenden Sieg

Die U19 der MBA freute sich in der Abstiegsrunde über einen souveränen Heimsieg. Foto: Amanda Siegert

Die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) ist dem Klassenerhalt in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) einen Schritt nähergekommen. Im ersten Heimspiel der Abstiegsrunde bezwang das Team von Trainer Darren Stackhouse die Rhein-Neckar Metropolitans souverän mit 96:70 (44:28).

Die weibliche U18 der MBA pendelte am Sonntag in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) hingegen emotional zwischen Himmel und Hölle. Erst feierte sie nach einer imponierenden kämpferischen Leistung einen 57:56 (29:34)-Erfolg bei BASS Berlin und rückte auf einen Playoff-Platz vor, dann erlebte sie live mit, wie TuS Lichterfelde sein Heimspiel gegen den SC Rist Wedel ebenso dramatisch mit 58:55 gewann und sich damit noch an der MBA vorbei auf Rang vier schob.

Indes unterlag die männliche U16 der MBA in der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) beim Friedenauer TSC mit 57:71 (29:40), konnte sich aber über die vielversprechenden Debüts der Zwillinge Richard und Gustav Riedemann freuen.

NBBL-Team macht mit den Metropolitans kurzen Prozess

Im von Coach Stackhouse zum Must-win-game erkorenen Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Metropolitans sorgte die MBA schnell für klare Verhältnisse. Sie startete mit viel Energie und führte bereits Mitte des ersten Viertels mit 14:3. Auch in der Folge dominierten die Gastgeber mit ihrer starken on-ball-Defense und guter Ballbewegung im Angriff. So bauten sie ihre Führung kontinuierlich bis auf 38:12 aus. In der Folge ließ die Intensität bei der MBA allerdings deutlich nach. Die Gäste schöpften mit einem 16:3-Run neuen Mut und tasteten sich zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar bis auf zwölf Punkte heran (38:50).

Musste man sich Sorgen um die MBA machen? Die Antwort darauf fiel eindeutig aus. Als es darauf ankam, erhöhten die Stackhouse-Schützlinge den Druck in der Defensive und kamen offensiv wieder ins Laufen. So rückten sie die Kraftverhältnisse schnell wieder gerade und siegten am Ende auch in der Höhe verdient. Dabei überzeugte die MBA vor allem mit ihrer Tiefe und mannschaftlichen Geschlossenheit. Sechs Spieler punkteten zweistellig, angeführt von Matteo Kossira (15), Noah Spindler (14) und Nils Laubner (14). Juniorennationalspieler Mika Siegert hatte kein Wurfglück von außen, überzeugte aber als Allrounder mit zwölf Punkten, acht Assists und sechs Rebounds. Abdul Wafa kam auf elf Punkte und nahm mit seiner starken Verteidigung Metropolitans-Topscorer Jacopo Nitti über weite Strecken aus dem Spiel.
„Wir wussten, dass wir ein richtig gutes Team sein können, wenn wir komplett sind. Heute haben wir das gezeigt“, sagte Stackhouse.

WNBL-Team erlebt Doppel-Krimi in Berlin

Wie schon im Hinspiel boten die MBA und BASS Berlin einen Basketball-Thriller. Die Gäste gerieten schnell in Rückstand, fanden dann jedoch immer besser ins Spiel verhinderten aber und gingen im zweiten Viertel erstmals in Rückstand. Bis zur Pause drehten die Berlinerinnen den Spieß wieder um, doch nach dem Wechsel taten sie sich gegen die Zonenverteidigung der MBA immer schwerer. Das Team von Trainer Stijn van Duijn überzeugte nun auch spielerisch und entschied das dritte Viertel mit 20:11 für sich. Im letzten Abschnitt entwickelte sich ein Nervenkrimi. Beim letzten MBA-Angriff wurde Ronja Meixner gefoult und brachte ihr Team mit zwei nervenstark verwandelten Freiwürfen in Führung. Der letzte Berliner Angriff brachte nichts mehr ein. Die Überraschung war perfekt und die Playoffs plötzlich zum Greifen nah.

Die MBA feierte in Berlin ihren vierten Sieg, verpasste die Playoffs in der WNBL aber ganz knapp. Foto: MBA

Statt im Bus zu bangen, schaute die MBA in Lichterfelde vorbei, um dem SC Rist Wedel die Daumen zu drücken. Doch am Ende setzten sich die Gastgeberinnen denkbar knapp durch und sicherten sich so vor der MBA das letzte Playoff-Ticket. „Dass vier Siege nicht reichen, um die Playoffs zu erreichen, ist schon bitter“, sagte van Duijn, der mit seinem Team nun den Gang in die Abstiegsrunde antreten muss. „Ich bin aber unglaublich stolz auf die Entwicklung meines Teams. Wir werden uns neu sammeln und dann möglichst schnell den Klassenerhalt klar machen.“ Beim Sieg in Berlin ragte Elisabeth Böhlert mit 20 Punkten heraus. Zweistellig punkteten zudem Meixner (12) und Magdalena Zimmermann (11).

Junges JBBL-Team hält gut dagegen

Der U16 der MBA wurden beim Friedenauer TSC eine geringe Trefferquote und eine Schwächephase im zweiten Viertel zum Verhängnis. Defensiv präsentierte sich das Team von Trainer Alvaro Zuniga verbessert und überzeugte mit hohem Engagement. Die Zwillinge Richard und Gustav Riedemann aus dem Jahrgang 2012, die zuvor bereits für die MBA Rookies bei einem Turnier in der Central European Youth Basketball League (CEYBL) überzeugt hatten, meisterten die Herausforderung JBBL mit Bravour und kamen zusammen auf sieben Punkte und zehn Rebounds. Überragender MBA-Spieler auf dem Feld war Jakob Spalke mit 27 Punkten und 13 Rebounds.

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