Der Doubleheader in Halle endete für die Mitteldeutsche Basketball Academy (MBA) mit großer Ernüchterung. Die männliche U16 blieb zum Auftakt in die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) völlig chancenlos und musste sich dem Friedenauer TSC mit 71:95 (25:57) geschlagen geben. Die männliche U19 verlor in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) nach einem Einbruch im Schlussviertel ebenfalls deutlich mit 70:96 (43:46) gegen die bis dato sieglosen Dresden Titans.
Nach dem schmerzhaften Realitätscheck für die U16 sprach MBA-Trainer Alvaro Zuniga Klartext:
„Wir waren nicht bereit für diesen Gegner. Unsere Defensive war im zweiten Viertel nicht existent.“ In der Anfangsphase konnte die MBA noch halbwegs mithalten, ehe die Berliner klar das Kommando übernahmen. Sie bestraften die Ballverluste der Gastgeber konsequent und zogen bereits bis zur Pause uneinholbar davon. Der MBA merkte man das Fehlen von Spielmacher Emil Gottschlich deutlich an, der im Abschlusstraining umgeknickt war.
Immerhin gelang es den Zuniga-Schützlingen nach dem Wechsel, ein Debakel abzuwenden. „Wir bekamen mehr Ordnung in unsere Defensive und konnten mehr Druck auf den ballführenden Spieler ausüben, wodurch wir dann auch in der Offensive besser ins Laufen gekommen sind“, bemerkte Zuniga. Bei der MBA ragte Jakob Spalke mit 33 Punkten deutlich heraus. Niclas Schwipper verzeichnete mit 18 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double. Fabian Hase kam auf 14 Zähler.
Die U19 der MBA musste bereits vor dem Kellerduell gegen Dresden einen Nackenschlag verkraften, denn Topscorer Mika Siegert fiel wegen einer Bronchitis aus. Weil zudem Abdul Wafa verletzungsbedingt erneut passen mussten, fehlten der MBA ihre beiden besten Spieler. Dennoch erzwangen die Gastgeber in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe und lagen auch nach dem dritten Viertel noch in Schlagdistanz. Zu Beginn des Schlussabschnitts verkürzte Mark Chetverhov auf 60:67, doch danach konnte die MBA nichts mehr entgegensetzen. „Wir haben im letzten Viertel unser Selbstvertrauen eingebüßt“, sagte MBA-Coach Darren Stackhouse, der mit seinem Team aber nicht zu hart ins Gericht gehen wollte: „Wir haben unser Bestes gegeben. Leider hat uns die Qualität gefehlt.“
Ausschlag gebend für die klare Niederlage war wieder einmal die klare Unterlegenheit beim Rebound (29:42). So gelangen den Titans deutlich mehr einfache Punkte unter dem Korb, was sich auch in der Trefferquote beider Teams abbildete. Ein Lichtblick bei der MBA war der 16-jährige Chetverhov, der mit 17 Punkten nicht nur zum Tospcorer avancierte, sondern auch sieben Rebounds und vier Ballgewinne verzeichnete. Auf eine zweistellige Punkteausbeute kamen zudem Mohamed Ibrahim (15) und Matteo Kossira (13). Neuzugang Noah Spindler aus Chemnitz erzielte acht Punkte.
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