NBBL-Team holt Big Points in Dresden

Die U19 der MBA schloss das Basketballjahr 2025 mit einem Paukenschlag ab. Foto: MBA

Die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) hat das Kalenderjahr 2025 mit einem eminent wichtigen Sieg abgeschlossen. Das Team von Trainer Darren Stackhouse setzte sich im Kellerduell der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) bei den Dresden Titans unerwartet deutlich mit 87:67 (44:29) durch und revanchierte sich damit eindrucksvoll für die eine Woche zuvor erlittene 70:96-Hinspielniederlage.

Dieser Sieg könnte im Abstiegskampf noch viel wert sein, schließlich verbleibt er auch in der im Januar beginnenden Abstiegsrunde auf dem Punktekonto der MBA. Sollten die Basketball Löwen Erfurt ihr letztes Vorrundenspiel gegen die Niners Chemnitz Academy verlieren, würden die Stackhouse-Schützlinge sogar zwei Siege mit in die zweite Saisonhälfte nehmen. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und in einer hohen Drucksituation eine starke Leistung abgerufen“, freute sich der MBA-Coach. „Wir sind sehr erleichtert und glücklich darüber, dass wir mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen können.“

Bereits vor dem Duell in Dresden gab es gute Nachrichten für die MBA, denn mit dem zuletzt erkrankten Mika Siegert und dem lange verletzten Abdul Wafa kehrten die beiden Top-Spieler des Teams ins Aufgebot zurück. Zudem feierte mit David Darko ein vielversprechender Neuzugang, der in der Jugend-Basketball-Bundesliga zu den Leistungsträgern des Bramfelder SV gezählt hatte, sein Debüt im MBA-Trikot. 13 Minuten lang lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, ehe sich die Gäste mit einem 13:0-Lauf auf 42:26 absetzten. Sie zwangen die Dresdner mit hohem Verteidigungsdruck zu vielen Ballverlusten und kamen immer wieder zu leichten Punkten in Transition. Die Small-Ball-Variante von Stackhouse zahlte sich auch deshalb aus, weil sein Team durchgängig viel Energie aufs Feld brachte.

Die Bemühungen der Gastgeber um eine Aufholjagd prallten an der MBA einfach ab. Stattdessen bauten Siegert und Co. ihren Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 68:42 ab. Erst im Schlussabschnitt ließ die Intensität etwas nach, was die Titans zur Ergebniskosmetik nutzten. Siegert war mit 20 Punkten der beste Werfer der MBA, Neuzugang Darko überzeugte mit 19 Zählern. Zweistellig scorten zudem Matteo Kossira (12) und Wafa (11). „David war der X-Faktor in unserem Spiel. Er hat nicht nur offensiv überzeugt, sondern mit seinem Einsatz in der Defensive auch seine Mitspieler mitgerissen“, lobte Stackhouse den Neuzugang.

MBA-Niederlagen in der WNBL und JBBL

Einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs musste die weibliche U18 der MBA in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) hinnehmen. Das Team von Trainer Stijn van Duijn verlor trotz einer couragierten Leistung beim direkten Rivalen TuS Lichterfelde mit 65:73 (37:39). Mit Alicia Rosanke und der zuletzt bei einem Nominierungslehrgang für die U18-Nationalmannschaft weilenden Laura Pihan fehlten dem MBA-Coach neben Elisabeth Böhlert zwei wichtige Leistungsträgerinnen. Trotzdem boten die Gäste den Berlinerinnen die Stirn und eroberten zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar die Führung. Eine Schwächephase der MBA in der Offensive nutzten die Gastgeberinnen dann aber eiskalt aus, um die Partie wieder zu wenden. Zwar kämpften die Gäste bis zum Ende aufopferungsvoll, kamen aber auch aufgrund ihrer deutlichen Unterlegenheit beim Rebound (32:52) nicht mehr in Schlagdistanz. Lisa Hoppe avancierte mit 23 Punkten zur besten Werferin der MBA. Magdalena Zimmermann steuerte zwölf Zähler bei.

Die männliche U16 der MBA muss indes in der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) weiter auf den ersten Sieg warten. Das Team von Trainer Alvaro Zuniga, das mit Fabian Hase ebenfalls einen Leistungsträger ersetzen musste, verlor in Lichterfelde mit 76:87 (34:37). Dabei fand die MBA offensiv gut ins Spiel und entschied das erste Viertel mit 26:22 für sich. In der Folge sackte die Wurfquote der Gäste aber drastisch ab. Lichterfelde agierte griffiger, traf stark von außen und zog das Momentum immer mehr auf seine Seite. Erst im letzten Viertel fanden die Zuniga-Schützlinge ihren Rhythmus im Angriff wieder, generierten in der Defensive aber zu wenige Stopps, um den verdienten Sieg der Gastgeber ernsthaft gefährden zu können. Bei der MBA ragte Jakob Spalke mit 30 Punkten und zehn Rebounds heraus. Niclas Schwipper erzielte 15 Punkte, Nizio Bartek kam auf zehn Zähler.

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