MBA-Teams zwischen Freude und Frust

Die weibliche U18 freute sich nach einer starken zweiten Hälfte über den ersten Saisonsieg. Foto: MBA

Bei der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) rief der Saisonstart in den Nachwuchs-Bundesligen gemischte Gefühle hervor. Während die männliche U19 in der NBBL zum Auftakt eine heftige 58:93 (22:53)-Klatsche bei den Berlin Dreams einstecken musste, behielt die weibliche U18 in der WNBL bei den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel nach einer starken kämpferischen Leistung hauchdünn mit 62:61 (29:38) die Oberhand. In der JBBL kassierte die männliche U16 der MBA in Leipzig eine 86:102 (37:55)-Heimniederlage gegen die Dresden Titans.

Das Spiel der Woche

So hatte sich Alvaro Zuniga den Heimauftakt in der ersten Einteilungsrunde der JBBL nicht vorgestellt. Der MBA-Trainer musste mit ansehen, wie ein desolates zweites Viertel (11:30) seines Teams gegen die Dresden Titans bereits zur Pause zu einem schier aussichtslosen Rückstand führte. Zwar kämpften sich die Gastgeber zu Beginn des letzten Viertels auf 65:71 heran, kassierten direkt danach aber den entscheidenden 0:9-Lauf zum 65:80. „Es gab Phasen in diesem Spiel, da sind wir mental auseinandergefallen“, legte der Coach den Finger in die Wunde. Als größte Schwachpunkte erwiesen sich die Transition Defense und das Reboundverhalten. So kamen die Dresdner immer wieder zu zweiten oder gar dritten Wurfchancen. Dabei hatte die Partie für die MBA traumhaft begonnen. Mit hohem Tempo und starken Drives zum Korb erspielten sich die Zuniga-Schützlinge schnell eine 16:6-Führung (5. Minute), doch je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr traten die Schwächen zu Tage.

Insgesamt stellten die Titans die deutlich reifere Mannschaft und siegten hochverdient. Wie es für die MBA künftig besser gehen kann, zeigte das dritte Viertel, als die Gastgeber die Intensität in der Defensive deutlich nach oben schraubten und nach Ballgewinnen immer wieder erfolgreich im Fastbreak abschlossen. „Wir haben unser Potenzial angedeutet, aber wir müssen viel konstanter werden“, sagte Zuniga. Aufbauspieler Matin Wafa und Center Jonathan Janssen waren die besten Werfer der MBA. Um die Chance auf das Erreichen der A-Division zu wahren, benötigt die MBA am kommenden Sonntag in Chemnitz einen Sieg.

Die U16 der MBA konnte ihr Potenzial gegen Dresden nicht voll entfalten. Foto: Hartmut Bösener

WNBL-Team zeigt Resilienz, NBBL-Team bleibt ohne Chance

Mit intensiver Defense, ausgeprägtem Willen und starken Nerven hat sich die weibliche U18 der MBA in der WNBL den ersten Sieg gesichert. Im Duell bei den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel lief für das Team von Trainer Stijn van Duijn zunächst wenig nach Plan. Vor allem unter den Körben hatten die Gäste immer wieder das Nachsehen und gerieten so bis zur Pause mit neun Punkten in Rückstand. Die Nachteile beim Rebound lösten sich zwar auch in der zweiten Halbzeit nicht auf, doch dafür zog die MBA die Daumenschrauben in der Defensive spürbar an und generierte zahlreiche Ballgewinne. Das dritte Viertel entschieden die Gäste mit 19:8 für sich und eroberten so die Führung. Im letzten Viertel entwickelte sich ein Krimi. Bis auf eine kurze Phase lag die MBA stets knapp vorne und belohnte sich am Ende für ihren starken Einsatz. „22 Steals, das ist überragend“, lobte van Duijn sein Team. Elisabeth Böhlert (19 Punkte) und Magdalena Zimmermann (18) waren die besten Werferinnen der MBA, zudem traf Henriette Barth (10) zweistellig.

Als Standortbestimmung hatte Coach Darren Stackhouse das erste NBBL-Spiel bei den Berlin Dreams auserkoren. Sein Team erwischte jedoch einen komplett gebrauchten Tag. Lediglich sechs Minuten lang konnten die Gäste die Partie offen gestalten, ehe die Berliner unaufhörlich davonzogen. Nach dem dritten Viertel betrug der Rückstand der MBA 43 Punkte, im letzten Abschnitt gelang immerhin noch etwas Ergebniskosmetik. Mit einer desolaten Feldwurfquote von 28 Prozent war kein Blumentopf zu gewinnen, auch bei den Rebounds war die MBA den Gastgebern deutlich unterlegen. Mit 20 Punkten zeichnete sich Mika Siegert als bester Werfer aus, mit deutlichem Abstand folgte dann David Darko (10).

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