Elektrisiert ins Duell gegen BASS Berlin

Die weibliche U18 der MBA strebt gegen BASS Berlin den nächsten Sieg an. Foto: Hartmut Bösener

Wartet auf die weibliche U18 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) nach dem 62:61-Auftaktsieg bei den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel gleich der nächste Sonntagskrimi? Vor dem ersten Heimspiel in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) am Sonntag (12 Uhr, SWH.arena Halle) gegen BASS Berlin sprechen einige Anzeichen dafür.

BASS, BASS, wir brauchen BASS: Tatsächlich wirkte dieser Gegner in der vergangenen Saison wie ein Dopaminkick für die MBA. Zu Hause setzte sich das Team von Trainer Stijn van Duijn mit 69:67 nach Verlängerung gegen die favorisierten Berlinerinnen durch, und auch beim Rückspiel in der Hauptstadt behielt die MBA nach einem Thriller mit 57:56 die Oberhand. Auch wenn es am Ende nicht ganz für den Einzug in die Playoffs reichte: Die Duelle gegen BASS haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.

Auch im Auftaktspiel dieser Saison schlüpften Elisabeth Böhlert und Co. bereits in die Rolle der Krimispezialistinnen. Dabei lief längst nicht alles rund, doch mit einer herausragenden Defensivleistung sicherten sie sich den ersten Sieg. „Das Spiel war schlimm, aber meine Spielerinnen haben eine großartige Mentalität“, sagt van Duijn und hebt beispielhaft Jolande Braband hervor, die trotz klarer Größennachteile unter dem Korb wie eine Löwin kämpfte.

Angesichts von nur noch sechs Vorrundenspielen könnte dieser Erfolg am Ende Gold wert sein, wenn es darum geht, einen der ersten drei Plätze zu erreichen. In diesem Fall würde sich die MBA für die Hauptrunde und somit bereits sicher für die Playoffs qualifizieren. Noch ist es aber ein weiter Weg dorthin, und mit BASS wartet ein starker Gegner auf die MBA, der ebenfalls mit einem Erfolg (66:59 gegen die SG Bernau-Berlin-Nord) in die Saison gestartet ist und trotz eines Umbruchs im Sommer als klarer Playoff-Kandidat gilt. Erschwert wird die Aufgabe für die MBA dadurch, dass in Jona Weber und Lucia Berger gleich beide nominelle Centerinnen urlaubsbedingt ausfallen. Nach dem Spiel geht es in der SWH.arena gleich hochklassig weiter, wenn die halfit Lions in der Damen-Basketball-Bundesliga um 17 Uhr die Blue Dolphins Marburg empfangen.

Das sagt der Trainer: „Wir haben gute Erinnerungen an BASS, allerdings haben sich beide Teams über den Sommer stark verändert. Wir konkurrieren mit BASS um einen Platz unter den Top Drei, deshalb ist das für beide Seiten ein wichtiges Spiel. Im Vergleich zur Partie gegen Braunschweig müssen wir uns in vielen Bereichen steigern. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns im Saisonverlauf noch deutlich weiterentwickeln werden, denn die Arbeitseinstellung meiner Spielerinnen ist top.“

NBBL- und JBBL-Team vor Doubleheader in Chemnitz

Frostiger war die Stimmung bei den anderen beiden MBA-Teams nach dem Saisonauftakt in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) und Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Sowohl die männliche U19 (58:93 bei den Berlin Dreams) als auch die männliche U16 (86:102 gegen die Dresden Titans) zogen deutlich den Kürzeren und stehen damit vor dem zweiten Saisonspiel bereits mächtig unter Druck. Schließlich wahren in der nur drei Spiele pro Team umfassenden ersten Einteilungsrunde nur der Erst- und Zweitplatzierte ihre Chancen auf das Erreichen der A-Division.

Die MBA-Mannschaften reisen am Sonntag zu einem Doubleheader nach Chemnitz. In der Richard-Hartmann-Halle kommt es dabei um 13 Uhr zunächst zum Aufeinandertreffen in der JBBL. Auch für die Niners Academy steht dann einiges auf dem Spiel, verloren sie doch zum Auftakt mit 63:106 bei Science City Jena. Für die von Alvaro Zuniga trainierte MBA wird es in erster Linie darum gehen, deutlich besser zu verteidigen. Dass es in der Offensive nicht an individueller Qualität mangelt, zeigte bereits das Duell gegen Dresden.

Um 16 Uhr kommt es dann in der NBBL ebenfalls zu einem Duell zweier Verlierer des ersten Spieltags. Die Niners unterlagen in Dresden mit 76:83 und streben ebenso nach Wiedergutmachung wie die MBA. Das Team von Trainer Darren Stackhouse litt bei der Klatsche in Berlin vor allem unter einer desolaten Trefferquote. Stabilisiert sich die MBA in diesem Bereich, ist für sie beim Derby alles drin.

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