Auf den Doubleheader in Chemnitz folgt der Doubleheader in Leipzig – und für die männlichen Teams der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) steht einiges auf dem Spiel. Denn trotz jeweils zwei Niederlagen zum Saisonstart besteht immer noch eine Chance aufs Erreichen der zweiten Einteilungsrunde. Die U16 trifft in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) dabei zunächst am Sonntag um 13 Uhr (Sporthalle Quartiersschule Ihmelsstraße) auf Science City Jena, ehe die U19 in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) um 16 Uhr die Dresden Titans empfängt.
Neben einem eigenen Sieg benötigen beide MBA-Teams auch Schützenhilfe, um sich noch Platz zwei in ihrer Gruppe sichern zu können. Besonders herausfordernd ist die Situation dabei für das JBBL-Team, das mit mindestens 26 Punkten Abstand gegen Jena gewinnen müsste, um noch eine Chance aufs Weiterkommen zu haben. In der zweiten Einteilungsrunde werden die Teams für die A-Division ermittelt. Wer dagegen in der ersten Einteilungsrunde scheitert, wird sofort in die B-Division eingruppiert.
Die besseren Aussichten auf das Erreichen der zweiten Einteilungsrunde hat das NBBL-Team. Den Schützlingen von Trainer Darren Stackhouse würde bereits ein Sieg mit 14 Punkten Differenz genügen, sofern die Niners Chemnitz bei Spitzenreiter Berlin Dreams erwartungsgemäß den Kürzeren ziehen. „Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels“, sagt Stackhouse, der vor der Saison die Qualifikation für die A-Division als Ziel ausgegeben hatte. Umso ärgerlicher war die jüngste 83:93-Niederlage in Chemnitz, als sein Team zu spät jenes Niveau erreicht hatte, zu dem es fähig ist. „Das hat uns alle sehr geärgert“, verrät der Coach. Zwar kann die MBA am Sonntag in ihrem ersten Heimspiel voraussichtlich wieder auf Mika Siegert zurückgreifen, die Rückkehr des Top-Spielers wird aber nicht alle Probleme lösen, wie auch Stackhouse weiß: „Wir haben in den ersten beiden Spielen jeweils 93 Punkte kassiert. Das sind viel zu viele. Deshalb haben wir im Training unseren Fokus klar auf die Defensive gelegt.“
Mit den Dresden Titans wartet nun ein bestens vertrauter Gegner auf die MBA. Die Spieler beider Teams kennen einander seit etlichen Jahren. Auch in der vergangenen Saison trafen beide Teams zweimal aufeinander. Das erste Spiel ging für die ersatzgeschwächte MBA deutlich verloren, im zweiten Spiel gelang ein souveräner Sieg. Wie die MBA haben auch die Dresdner ihre Stärken auf den Guardpositionen und müssen ohne dominanten Center auskommen. „Wir hatten in den ersten beiden Spielen Probleme mit den großen Spielern unserer Gegner, von daher dürften uns die Titans etwas besser liegen“, sagt Stackhouse. In Bestbesetzung wird die MBA nicht antreten können. Im Falle von Mohamed Ibrahim hat das durchaus erfreuliche Gründe: Der 18 Jahre alte Guard hat sich in dieser Saison als Leistungsträger beim Pro-B-Team der BSW Sixers etabliert und ist am Sonntag mit den Sandersdorfern in Düsseldorf gefordert.
WNBL-Team reist nach Bernau
Den bislang einzigen MBA-Sieg in dieser Saison fuhr am ersten Spieltag der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) die U18 ein. Am vergangenen Sonntag folgte dann jedoch mit der 32:64-Heimniederlage gegen BASS Berlin ein empfindlicher Rückschlag. Trainer Stijn van Duijn erwartet von seinem Team am Sonntag (15 Uhr) im Duell bei der SG Bernau-Berlin-Nord eine klare Leistungssteigerung. Ein Sieg würde die Aussicht auf eine Top-Drei-Platzierung in der Vorrundengruppe zwei deutlich verbessern. Allerdings sollte die MBA vor dem Duell in Bernau gewarnt sein. Bei seinem bislang einzigen Auftritt gab der WNBL-Aufsteiger gegen BASS Berlin beim 57:66 eine deutlich bessere Figur ab als die MBA.
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