2026 ist ein weißes Blatt Papier, das mit Erfolgsgeschichten beschrieben werden will. Für die Teams der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) wird es wieder ernst. Mit frisch aufgeladenen Akkus und und großem Ehrgeiz kehren die männliche U16 und die weibliche U18 der MBA am Sonntag in den Spielbetrieb zurück. Eine Woche später startet dann auch die männliche U19 in die Abstiegsrunde der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL).
Den Start in die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) hatte sich die U16 ganz anders vorgestellt. Gegen den Friedenauer TSC blieb das Team von Trainer Alvaro Zuniga mit 71:96 chancenlos, und auch bei TuS Lichterfelde gab es beim 76:87 nichts zu holen. Nun will die U16 der MBA am Sonntag um 15 Uhr (Sporthalle Quartiersschule Ihmelsstraße, Leipzig) im Heimspiel gegen Science City Jena die Trendwende erzwingen.
Die Thüringer hatten die Vorrunde als Gruppensieger abgeschlossen und starteten auch in die Hauptrunde mit einem 92:78 gegen Lichterfelde erfolgreich. Das neue Jahr begann für sie mit einem 71:74 gegen Göttingen allerdings ernüchternd. Für die MBA gibt es aber ohnehin keinen Grund, vor dem Ostrivalen in Ehrfurcht zu erstarren. In der Vorrunde sorgten die Zuniga-Schützlinge beim 93:74-Heimsieg Ende Oktober für die höchste Saisonniederlage von Science City. Dieses Wissen soll sich nun beflügelnd auswirken. Allerdings wird sich die MBA im Vergleich zu den zurückliegenden Spielen vor allem in der Defensive deutlich steigern müssen, um den ersten Hauptrundensieg einfahren zu können.
WNBL-Team reist zum Titelfavoriten
Mit der ultimativen Herausforderung startet das neue Jahr für die U18 in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL). Das Team von Trainer Stijn van Duijn ist am Sonntag um 12 Uhr beim ungeschlagenen Spitzenreiter Alba Berlin zu Gast. Für die MBA ist die Partie beim Titelfavoriten gewissermaßen ein Bonusspiel, bevor es eine Woche später zum Schlüsselduell gegen Braunschweig-Wolfenbüttel kommt. Was nicht bedeutet, dass das Team die weiße Fahne schwenkend in Berlin eintreffen wird. Im Hinspiel bot die MBA den Albatrossen einen großen Kampf und führte sogar zur Halbzeit, ehe im letzten Viertel die Kräfte ausgingen. Zwar traten die Berlinerinnen damals nicht in Bestbesetzung an, doch „unterschätzen werden sie uns sicher nicht“, wie van Duijn bemerkt.
Die MBA empfing am zurückliegenden Wochenende im Rahmen eines internationalen Austausches Spielerinnen der Talentschmiede aus dem niederländischen Zwolle und feierte dabei im Vergleich der U18-Teams zwei überzeugende Siege. „Alle haben von diesem Austausch profitiert“, sagt van Duijn, der vor seinem Wechsel zur MBA drei Jahre lang die weibliche U20 der CSE Landstede Hammers Zwolle trainiert hatte.
Die bittere 65:73-Niederlage in Lichterfelde kurz vor Weihnachten hat die MBA längst verwunden. Mit Elisabeth Böhlert, Alicia Rosanke und Laura Pihan fehlten van Duijn damals drei Leistungsträgerinnen, die den Unterschied hätten ausmachen können. Während Böhlert auch am Sonntag ausfallen wird, sind Rosanke und Pihan, die zuletzt erneut bei einem Lehrgang der deutschen 3×3-Nationalmannschaft (U18) mitwirkte, wieder einsatzfähig. „Wir wollen an unsere guten Leistungen aus den vergangenen Spielen anknüpfen“, gibt van Duijn die Zielrichtung vor.
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