Den Start ins neue Jahr haben sich die Teams der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) ganz anders vorgestellt. Während die männliche U16 der MBA in der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) gegen Science City Jena mit 57:105 (25:50) unterging, kassierte die weibliche U18 in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) eine 44:110 (20:55)-Klatsche beim Titelanwärter Alba Berlin.
Zweieinhalb Monate können im Basketball eine verdammt lange Zeit sein. Ende Oktober hatten die Schützlinge von Trainer Alvaro Zuniga den Ostrivalen noch überzeugend mit 93:74 bezwungen, doch diesmal stand die Partie unter ganz anderen Vorzeichen: Eine Krankheitswelle hatte die U16 der MBA heimgesucht, an eine angemessene Vorbereitung war nicht zu denken. Die letzte Trainingseinheit vor dem Spiel fiel dann auch noch dem Wintereinbruch zum Opfer. Die Gastgeber schleppten sich also aufs Feld – und gerieten schnell unter die Räder. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Zuniga-Schützlinge mit 11:29 zurück, zur Pause war die einseitige Partie bereits vorentschieden.
„Jena war sehr gut vorbereitet und hat sehr gut gespielt“, sagte Zuniga, der seiner Mannschaft aber keine großen Vorwürfe machen wollte: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir weniger Punkte kassieren. Aber es war von vornherein klar, dass es in diesem Spiel nicht aufs Ergebnis ankommen würde.“ Und so nutzte der Spanier die Partie, um neue Spielzüge auszuprobieren und den Spielern des jüngeren Jahrgangs 2011 mehr Einsatzzeit zu geben. Diese Chance ergriff vor allem Heiner Münnich, der mit 13 Punkten zum zweitbesten Werfer der MBA nach Jakob Spalke (15) avancierte.
WNBL-Rumpfteam kämpft auf verlorenem Posten
Unter großen personellen Problemen litt auch die weibliche U18 der MBA. Weil neben Elisabeth Böhlert auch Alicia und Jenna Rosanke sowie Johanna Kochmann fehlten, blieb mit Magdalena Zimmermann nur noch eine Spielerin für den Ballvortrag übrig. Zudem musste Trainer Stijn van Duijn auch noch auf Centerin Laura Pihan verzichten. Unter diesen Umständen standen die Gäste auf verlorenem Posten. Bis Mitte des ersten Viertels hielten sie noch halbwegs mit, dann zogen die spielfreudigen Berlinerinnen unaufhörlich davon. Gegen den Druck der Berliner Defensive leistete sich die MBA rekordverdächtige 58 Ballverluste, die Alba immer wieder zu leichten Punkten im Fastbreak nutzte.
Trotz der aussichtslosen Lage ließ sich das MBA-Rumpfteam zu keinem Zeitpunkt hängen. Mit neun Punkten war Ronja Meixner die beste Werferin der Gäste. Nun hofft van Duijn darauf, dass die angeschlagenen Spielerinnen bis zum nächsten Sonntag wieder fit sind. Dann kommt es in Halle zum Schlüsselduell gegen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel.
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