Die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) den nächsten wichtigen Sieg in der Abstiegsrunde verbucht. Dank eines Buzzer Beaters von Abdul Wafa rang das Team von Trainer Darren Stackhouse in Leipzig Schlusslicht USC Heidelberg mit 81:79 (40:41) nieder.
Nach dem zweiten Sieg in Folge beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang bereits sechs Punkte – bei noch fünf verbleibenden Spielen. Die Zeichen stehen klar auf Ligaerhalt. Dabei sahen die Stackhouse-Schützlinge gegen Heidelberg dreieinhalb Minuten vor Schluss bereits wie der sicherere Verlierer aus. Nach einem dominanten ersten Viertel (24:14) hatten sie immer mehr den Zugriff verloren und gerieten gegen stark aufspielende Heidelberger mit 67:78 in Rückstand. Doch die MBA, die in den vergangenen Wochen einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst entwickelt hat, pirschte sich nach einer Auszeit mit einem 7:0-Lauf auf 74:78 heran. Zwar erhöhten die Gäste 45 Sekunden vor Schluss auf 79:74, doch ein schneller Dreier von Noah Spindler brachte bei der MBA die Hoffnung zurück. Nach einem weiteren Ballgewinn gelang Wafa per Korbleger der Ausgleich. Vier Sekunden vor Schluss klauten die Gastgeber erneut den Ball und schalteten sofort um. Mit der Schlusssirene legte Wafa hoch übers Brett ab und sicherte so den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. Ob der Wurf tatsächlich noch rechtzeitig kam, ließ sich unmöglich sagen. „Es war unglaublich knapp“, sagte Stackhouse, der mit einem Lächeln zugab: „Ich bin an diesem Wochenende um mehrere Jahre gealtert.“
Sein Team hatte exzellent in die Partie hineingefunden, doch in der Folge rissen die Gäste die Partie mehr und mehr an sich. Sie ließen den Ball gut laufen und versenkten im zweiten Viertel fünf Dreier. Die MBA kämpfte, wirkte in diesem Spiel aber etwas müde. Trotzdem fand sie am Ende einen Weg, dieses Spiel zu gewinnen. Mika Siegert zeigte mit 26 Punkten und zehn Rebounds erneut eine exzellente Vorstellung, ehe in der Schlussphase Wafa (15) und Spindler (14) zu Matchwinnern avancierten. Der erst während der Saison aus Chemnitz gekommene Spindler hat sich schnell zu einem Schlüsselspieler bei der MBA entwickelt. „Er ist aktuell unser bester Dreierschütze und bringt als 2007er-Jahrgang sehr viel NBBL-Erfahrung mit“, sagt Stackhouse. Am Ende eines irrwitzigen Spiels fühlte der MBA-Coach aber auch mit den Heidelbergern mit, die in dieser Saison schon viele knappe Partien verloren haben. „Sie haben heute gut genug gespielt, um sich den Sieg zu verdienen.“
JBBL-Team hält gegen Alba Berlin stark dagegen
Die männliche U16 der MBA musste in der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) bei einem Back-to-back gegen den unbesiegten Tabellenführer Alba Berlin erwartungsgemäß zwei Niederlagen einstecken. Allerdings zeigte das Team von Trainer Alvaro Zuniga vor allem beim 83:92 (39:55) im Heimspiel eine couragierte Vorstellung und schnupperte zwischenzeitlich sogar am Sieg. In einer sehr temporeichen ersten Halbzeit fand die MBA defensiv keinen Zugriff und geriet bis zur Pause mit 16 Punkten in Rückstand, kämpfte sich im zweiten Durchgang jedoch bravourös zurück und ging nach einer furiosen Aufholjagd im letzten Viertel sogar mit 79:77 (35. Minute) in Führung. In der Schlussphase hatte Alba allerdings deutlich mehr zuzusetzen und siegte letztlich verdient. Bei der MBA ragten Fabian Hase (26 Punkte) und Jakob Spalke (23) heraus. Zudem punktete Niclas Schwipper (12) zweistellig.
Am Sonntag reiste die MBA mit einem Minikader von nur sieben Spielern zum Rückspiel nach Berlin und blieb diesmal beim 56:94 (17:48) völlig chancenlos. Bereits im ersten Viertel (8:26) gerieten die Zuniga-Schützlinge unter die Räder, zur Pause war die Partie längst vorentschieden. Die Gäste ließen sich aber nicht hängen und erzwangen eine weitgehend ausgeglichene zweite Halbzeit. Insgesamt 37 Ballverluste waren aber deutlich zu viel, zudem fanden sie kein Mittel gegen Alba-Center Malte Behm, der in nur 20 Minuten 23 Punkte erzielte. Die MBA hatte in Jakob Spalke (12), Emilio Theodor Fiedler Bauta (12), Fabian Hase (11) und Matin Wafa (10) ihre besten Korbschützen.
Antworten