Die männliche U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) hat im dritten Anlauf den ersten Sieg in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) gelandet. Das Team von Trainer Darren Stackhouse bezwang am Sonntag in Leipzig die Dresden Titans verdient mit 90:84 (52:51). Ungetrübt war die Freude allerdings nicht, denn trotz des Erfolgs verpasste die MBA Platz zwei, der für das Erreichen der zweiten Einteilungsrunde notwendig gewesen wäre.
Somit findet sich das Team vorerst nur in der B-Division wieder, kann aber bei optimalem weiteren Saisonverlauf zu einem späteren Zeitpunkt in die A-Division nachrücken. Das gilt auch für die männliche U16 der MBA, die die erste Einteilungsrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) nach einer 66:100 (36:50)-Heimniederlage gegen Science City Jena ohne Sieg beendete. Eine deutliche 58:97 (18:57)-Pleite musste auch die weibliche U18 in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) hinnehmen.
Das Spiel der Woche
Am Ende eines spannenden Basketballnachmittags war niemand so richtig glücklich. Die U19 der MBA hätte einen Sieg mit mindestens 14 Punkten Differenz benötigt, um noch auf Platz zwei springen zu können. Die Titans hätten maximal mit vier Punkten Unterschied verlieren dürfen, um Platz zwei vor Chemnitz verteidigen zu können. Beide Unterfangen scheiterten, die neue Realität heißt: Division B.
Wenn sich der Nebel der ersten Enttäuschung gelichtet hat, werden am Horizont aber gewiss die positiveren Farbtöne sichtbar werden. Schließlich bot die MBA auch ohne Leistungsträger Mohamed Ibrahim gegen Dresden ihre stärkste Saisonleistung. Nach einem offensiven Schlagabtausch in der ersten Halbzeit lebte die Partie nach dem Wechsel zunehmend von der Spannung. Mit einer Zonenverteidigung gelang es den Gastgebern, den Offensivrhythmus der Dresdner um ihren starken Aufbauspieler Leonardo Alfonso Benitez Arocha etwas zu brechen. Gleichzeitig schaffte es der MBA allerdings nicht, sich entscheidend abzusetzen.
In der Schlussphase ergab sich dadurch die kuriose Situation, dass ein Unentschieden nach 40 Minuten als attraktivere Variante im Vergleich zu einem knappen Sieg aufploppte: Schließlich hätte eine Verlängerung der MBA fünf Minuten mehr Zeit verschafft, den angestrebten Erfolg mit plus 14 zu erreichen. Kurzzeitig stand es nach einem Dresdner Run tatsächlich 84:84, doch die letzten sechs Punkte des Spiels gingen auf das Konto der Stackhouse-Schützlinge. Abdul Wafa avancierte mit 24 Punkten zum besten Werfer der MBA, Mark Chetverhov kam auf 16 Zähler. Der gesundheitlich stark angeschlagene Mika Siegert erzielte ebenso zwölf Punkte wie David Darko.
Das sagt der Trainer:
„Das Wichtigste für mich war, dass wir gewinnen. Das haben wir erreicht, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, dass wir die zweite Einteilungsrunde verpasst haben. Ich bin mir sicher, dass Platz zwei mit etwas weniger personellen Problemen machbar gewesen wäre. So aber gehen wir mit Selbstbewusstsein in die B-Division und werden dort versuchen, uns als eines der Top-Teams zu etablieren.“
JBBL- und WNBL-Team bleiben chancenlos
Die U16 der MBA hätte in der JBBL einen Sieg mit mindestens 26 Punkten Differenz benötigt, um sich noch Platz zwei sichern zu können. Im Duell mit Science City Jena verflog diese vage Hoffnung allerdings sehr schnell. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeber mit 17:30 zurück. Mit einer Steigerung in der Defensive erzwangen die Schützlinge von Trainer Alvaro Zuniga danach bis zur Pause ein ausgeglichenes Spiel, ehe sie im dritten Abschnitt 31 Punkte zuließen und aussichtslos in Rückstand gerieten. Die Defensivschwächen zogen sich wie ein roter Faden durch den ersten Saisonabschnitt. Der überzeugende Heiner Münnich (16 Punkte), Matin Wafa (14) und Jonathan Janssen (10) trafen für die MBA zweistellig.
Ein desaströses zweites Viertel brachte die weibliche U18 beim WNBL-Auswärtsspiel in Bernau frühzeitig auf die Verliererstraße. Das Team von Trainer Stijn van Duijn verlor diesen Abschnitt mit 4:30 (!) und lag so bereits zur Pause hoffnungslos mit 18:57 zurück. Die MBA kam vor allem mit der defensiven Intensität der Gastgeberinnen überhaupt nicht zurecht und leistete sich insgesamt 39 Ballverluste. Mit jeweils elf Punkten waren Magdalena Zimmermann und Jona Weber die besten Werferinnen der MBA, die nach der zweiten Saisonniederlage auf den vorletzten Platz zurückfiel.
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