JBBL-Team ist bereit für die nächste Phase

Trainer Alvaro Zuniga und die männliche U16 der MBA hoffen am Sonntag auf den ersten Hauptrundensieg in der JBBL. Foto: Hartmut Bösener

Ein großes Saisonziel hatte die männliche U16 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) bereits vor dem Jahreswechsel erreicht. In der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) verlor das nackte Ergebnis als Währung deshalb zunächst stark an Bedeutung. Entwicklungsprozesse rückten in den Vordergrund. Nun will die MBA beides vermählen: Am Sonntag (12.30 Uhr, Dreifelderhalle der Sportschulen Halle) ist TuS Lichterfelde zu Gast.

Man muss sich Alvaro Zuniga als glücklichen Basketball-Trainer vorstellen. Um den Klassenerhalt muss sich der MBA-Coach nach der starken Vorrunde seines Teams längst nicht mehr sorgen. Und egal, was in der Hauptrunde noch passieren mag: Die Saison wird mit Playoff-Spielen enden. Was er dadurch gewinnt, ist vor allem: Freiheit. Die Freiheit, Dinge auszuprobieren. Die Freiheit, nicht nur ans Heute, sondern auch ans Morgen denken zu können. Die Freiheit, in erster Linie Talentschmied sein zu können. Schließlich steht für die jungen Spieler die JBBL am Anfang einer Entwicklung, die im Optimalfall irgendwann in der Basketball-Bundesliga enden soll. „Die Hauptrunde bedeutete für uns alle eine neue Lernphase, auch für mich als Trainer. Wie reagiert die Mannschaft auf das höhere Niveau? Wie gehen die jüngeren Spieler mit mehr Verantwortung um? Wir haben sehr viel taktisch gearbeitet, und ich denke, dass es in eine gute Richtung geht“, sagt Zuniga.

An großen Talenten mangelt es in dieser Region nicht, auch das haben die vergangenen Wochen gezeigt. Aus dem Jahrgang 2012, der selbst in der übernächsten Saison noch in der JBBL spielberechtigt sein wird, feierten bei der jüngsten 57:71-Niederlage beim Friedenauer TSC Richard und Gustav Riedemann vom BBC Halle ihr Debüt für die MBA. „Sie haben das JBBL-Niveau sehr schnell adaptiert“, lobt Zuniga die Zwillinge. Bereits im vergangenen Oktober verdiente sich Felipe Felgner-Estrella vom USC Leipzig seine ersten Einsatzminuten in der JBBL. Wachsende Rollen nahmen zuletzt auch Spieler des Jahrgangs 2011 ein – allen voran Heiner Münnich. Fehler seiner Spieler kalkuliert Zuniga mit ein. Wichtig ist, dass die Idee dahinter gut war. Nun läutet der MBA-Coach eine neue Phase ein: „Wir wollen nun schrittweise das Leistungsniveau erhöhen und Selbstvertrauen für die Playoffs aufbauen. Dazu gehört auch, dass wir wieder stärker versuchen werden, Spiele zu gewinnen.“

Dass sein Team zuletzt fünfmal nacheinander verlor, hatte aber nicht nur mit dem Willen zum Experimentieren, sondern auch mit einigen Personalsorgen zu tun. So fiel Spielmacher Emil Gottschlich verletzungsbedingt lange aus und konnte seit Anfang Dezember nur ein Spiel bestreiten. Gegen Lichterfelde rechnet Zuniga mit dem Comeback seines Leistungsträgers. Im Hinspiel kurz vor Weihnachten hatte die MBA eine 76:87-Niederlage kassiert. Seitdem gelang jedoch auch TuSLi kein Sieg mehr. Und so hofft Zuniga darauf, dass die MBA am Sonntag doppelt überzeugt: Auf dem Spielfeld und auf der Anzeigetafel.

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