WNBL-Team will Trendwende schaffen

Magdalena Zimmermann (rechts) - hier im Duell gegen Alba Berlin - ist mit der MBA in der Hauptstadt gefordert. Foto: Hartmut Bösener

Ein Heimspiel in der Hauptstadt? Für die weibliche U18 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) wird dieses Szenario am Samstag Realität, wenn sie um 15 Uhr in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) auf TuSLi CITY Berlin trifft. Das ursprünglich für Sonntag geplante Heimspiel musste verlegt werden, weil Trainer Stijn van Duijn am Sonntag in seiner Funktion als Assistenztrainer zur niederländischen Frauen-Nationalmannschaft reisen wird. Nun steigt die Partie also tags zuvor in Berlin.

Mit den Berliner Teams hat die MBA zuletzt alles andere als gute Erfahrungen gemacht. Sowohl gegen BASS Berlin (32:64) als auch bei der SG Bernau-Berlin-Nord (58:97) blieben Elisabeth Böhlert und Co. zuletzt völlig chancenlos. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in Braunschweig (62:61) landete das Team von Coach van Duijn damit unsanft auf dem Boden der Realität. Obwohl bei noch drei ausstehenden Vorrundenspielen Platz drei und damit die Playoff-Qualifikation unverändert in Reichweite ist, wehrt der Niederländer derlei Ambitionen für den Moment erst einmal ab. Nicht nur wegen der Höhe der letzten beiden Niederlagen, sondern vor allem deshalb, weil es ihm um das größere Bild geht: „Wir sind dazu da, die Spielerinnen weiterzuentwickeln. Sie sollen hier als Basketballerinnen, aber auch als Menschen wachsen können. Ich bin mir sicher, dass wir in der zweiten Saisonhälfte eine deutlich bessere Mannschaft sein werden als jetzt.“

Gleichwohl ist sich van Duijn der sportlichen Bedeutung der anstehenden Partie bewusst: „Dieses Spiel ist für den weiteren Saisonverlauf sehr wichtig.“ Denn selbst wenn ein Sieg am Ende nicht zu einer Top-Drei-Platzierung reichen sollte, würde er dadurch nicht an Bedeutung verlieren. Schließlich werden in der Vorrunde gesammelte Erfolge gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte in die Abstiegsrunde mitgenommen. Hoffnung für das Spiel gegen die Lichterfelderinnen macht van Duijn die Rückkehr von Centerin Lucia Berger, deren Präsenz unter den Körben zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Eine wichtige Rolle im Spielaufbau soll Magdalena Zimmermann einnehmen, die zuletzt über 16 Minuten für die Baskets Jena in der Zweiten Damen-Basketball-Bundesliga auf dem Feld stand.

JBBL-Team hofft auf Revanche gegen Dresden

Ohne Sieg in der ersten Einteilungsrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) musste die männliche U16 der MBA den Gang in die B-Division antreten. Dort kommt es gleich am ersten Spieltag am Sonntag (15 Uhr) auswärts zu einem Wiedersehen mit den Dresden Titans, die die erste Einteilungsrunde zwar überstanden, dann aber in der zweiten Einteilungsrunde das Nachsehen gehabt hatten. Die weiteren Gegner der MBA sind die Niners Chemnitz Academy, Nürnberg Falcons, Oberpfalz Hunters sowie Science City Jena. Der Erstplatzierte der Doppelrunde kann über die Relegation den Aufstieg in die A-Division schaffen, alle anderen Teams verbleiben für eine zweite Phase in der B-Division.

Mit den Titans haben die Schützlinge von Trainer Alvaro Zuniga noch eine Rechnung offen, verloren sie doch das erste Duell zum Saisonauftakt in Leipzig deutlich mit 86:102. Damals wurde den Gastgebern ein katastrophales zweites Viertel zum Verhängnis. Um in Dresden eine reelle Siegchance zu haben, muss die MBA in erster Linie Titans-Topscorer Lennard Eckert in Schach halten, der im ersten Aufeinandertreffen beider Teams mit 30 Punkten, 25 Rebounds und zehn Assists dominiert hatte.

Schreibe den ersten Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*